Halloween – Samhain oder das »Memento Mori«

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Momento Mori

Mit schnellen Schritten nähern wir uns dem Jahresende, der Phase, in der Mensch und Natur innehalten sollen. Bereits mit der Energie der Tag- und Nachtgleiche (21. September), an dem die lichten Stunden kürzer werden, wurden wir an die kommende dunkle Zeit erinnert. Mit dem 31. Oktober ist die Periode des Erwachens ob des Jahreszeitenwechsels vorbei. In der Nacht zum 01. November öffnet sich das Tor des Schattenreiches, und uns begegnen jene Wesen, die wir aus einer realen Veranlassung heraus in das Reich der leblos geglaubten Schatten verbannten. Uns ist nun die Möglichkeit gegeben, uns mit den Schatten auseinanderzusetzen – welche Jahreszeit ist hierfür nicht besser geeignet als die dunkle? Der Dunkelheit wegen müssen wir uns nicht fürchten. Die in der Zeit der Reflexion aufziehenden Stimmungsbilder bereiten uns im Scheine einer lichtbringenden Kerze, stimmungsvoller, hintergründiger Musik vor, erste aussichtsvolle Lebensziele zu skizzieren und über alte Anhaftungen (Infiltrationen im Kindesalter, karmische und familiäre Einflüsse, aktuelle politische Ereignisse etc.), die am Erreichen eines persönlichen spirituellen Entwicklungsfortschritts oder sonst eines gesetzten Ziels als Blockade wahrgenommen wurden, nachzudenken, um eine Auflösung in Angriff zu nehmen – und erinnern an dieser Stelle an die Schattenarbeit. …

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In der Nacht zum 01. November öffnet sich das Tor des Schattenreiches, und uns begegnen jene Wesen, die wir aus einer realen Veranlassung heraus in das Reich der leblos geglaubten Schatten verbannten.

Doch auf dem Weg der Betrachtung all dessen, was wir gearbeitet, in die Wege geleitet, meditiert und ritualisiert haben, kommen wir an den Punkt, an dem wir feststellen, dass einiges von dem, was als Ziel gesetzt war oder beständig erschien, dem Werden und Vergehen unterworfen war.

Oftmals ist dies der Moment, an dem wir beginnen, uns der Tatsache bewusst zu werden, dass all das, was wir im Leben denken, bewegen oder das, was uns täglich umgibt, »Memento Mori« (vergänglich!) ist. Dieser Umstand trifft im Besonderen dann zu, wenn ein uns nahestehendes Lebewesen aus dem Leben schied. Oftmals, uns wochenlang grämend, stürzt uns der Schmerz bis hin zum Albdruck in peitschend aufbrausenden Gedankenwogen, ob wir dem Verstorbenen die Würdigung und den Respekt zollten, die dem Verstorbenen, trotz vorhandener Diskrepanzen, gebührten.

Moderne und Medizin – Der Tod wird ausgeblendet!

Seit Generationen wird den Toten gedacht. Gleich ob die Japaner (im August) das Obon-Fest (Ahnengedenken) begehen, die Mexikaner am 01. und 02. November die Gräber schmücken und den Toten Speisen und Getränke darbringen. In der Schweiz und in Deutschland wird der Toten – im christlichen Sinne – am letzten Sonntag Ende November gedacht. Die Ehrung der Toten ist somit ein länderübergreifendes, leider langsam dahinsiechendes Ritual, besonders in der westlichen Hemisphäre.

Seit Generationen wird den Toten gedacht. Gleich ob die Japaner (im August) das Obon-Fest (Ahnengedenken) begehen, die Mexikaner am 01. und 02. November die Gräber schmücken und den Toten Speisen und Getränke darbringen.

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Uns scheint, dass dies überwiegend ein Problem der Moderne ist, denn diese betrachtet den unvermeidlichen Tod als Teil eines vom Menschen gerne angenommenen milliardenschweren Geschäftsmodells aus Versprechungen, Operationen, Pillen, Cremes und Spritzen, an dessen Spitze die industriell organisierten Schönheitsoperationen stehen. Derweilen stellt der Betrachter eines städtischen Friedhofs fest, dass die Vergänglichkeit des Menschen, trotz der ach-so-fortschrittlichen Medizin und der ach-so-modernen Lebensweise, unaufhörlich dem Zyklus des Werdens und des Vergehens (»Memento Mori«) unterworfen ist, das sich gegenwärtig beschleunigt. Die Ausblendung des Sterbenmüssens und des Totengedenkens bezeugt der Verfall von einst den Toten würdigen Grabanlagen oder Mausoleen, die vielerorts hoffnungslos zerfallen.

Halloween

Das Toten- bzw. Ahnengedenken wurde in der Moderne in Form eines kommerziell ausgeschlachteten bunten Treibens Namens Halloween verpackt, das mit dem gewollt verdrängten Ahnen- und Totengedenken kaum Ähnlichkeiten aufweist, dennoch ein bestimmtes Ziel verfolgt.

Etwa um die 1930er Jahre etablierte sich in Amerika das von nach Amerika ausgewanderten Iren, Britten und Schotten importierte Halloween. Die Anfänge des amerikanischen Halloween basierten, fern von traditionellen irischen oder schottischen Grundlagen, auf einer unkoordinierten Abfolge von teilweise bösartigen Streichen (»Mischief Night«), die meist Jugendliche auslösten. Der Streiche und der dadurch entstandenen wirtschaftlichen Schäden überdrüssig, formten zunächst lokale Behörden ein Fest legalisierter Schabernacks daraus, die dann sukzessive durch gruselige Kostümierungen – dem Verbreiten von Schrecken! – abgelöst wurden.

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Der Streiche und der dadurch entstandenen wirtschaftlichen Schäden überdrüssig, formten zunächst lokale Behörden ein Fest legalisierter Schabernacks daraus, die dann sukzessive durch gruselige Kostümierungen – dem Verbreiten von Schrecken! –

Die Kinder band man in das Spektakel ein, die zuvor, eher unabhängig organisiert, „Süßes oder Saures“ („Trick or treat”) und Münzen an den Haustüren einforderten. Recht schnell erkannten die Süßwarenhersteller ein riesiges Absatzpotenzial. Es folgten Produzenten von Kostümen und Accessoires. Allein 2025 gaben die Amerikaner für Halloween-Artikel ca. 8,8 Mrd. Dollar aus (1). Die Webseite etailment.de-Magazin berichtete, dass in Deutschland 2026 ca. 537 Mio. € Umsatz erwartet werden (2).

Die Pervertierung des Totengedenkens durch Halloween

Die Moderne ist schnelllebig: Lebe schnell, kaufe viel, beame dich, so oft du kannst, via elektronischer Manipulatoren, aus der Realität, akzeptiere, was du nicht verändern kannst, und höre auf, Dinge zu hinterfragen. Punkt!

Über das moderne Halloween-Feiern kommt der ausgeklügelte Plan der diabolischen Mensch-Seele-Übernahme zum Ausdruck. Bereits die Kostümierung drückt das Teuflische, das Bösartige, die Verderbtheit und die Verrohung einst ethischer Grundsätze aus, auch dann, wenn Halloween doch nur eine verrückte, an die Grenzen des guten Geschmacks gehende Albernheit zu sein scheint.
Der diabolische Kontext im heutigen Halloween ist unverkennbar und stellt eine schleichende Umprogrammierung der einst in Menschen verankerten ethischen Grundsätze dar. So wundert es nicht, dass die Menschheit verroht und Empathie zu einem Fremdwort wird. Halloween ist hierfür nur ein Rad im Getriebe, d. h., nicht allein ausschlaggebend, doch ein bewusst gesteuertes Event, das bereits in die Herzen der Kinder süß und sauer eingedrungen ist.

Über das moderne Halloween-Feiern kommt der ausgeklügelte Plan der diabolischen Mensch-Seele-Übernahme zum Ausdruck.

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Der Sinn des Totengedenkens

Der ursprüngliche Sinn des Totengedenkens

Die Ursprünge des Totengedenkens, bezogen auf das, was wir unter dem europäischen Kontinent verstehen, basieren auf keltischen Totengedenkritualen (Samhain). Betrachten wir in diesem Kontext die Jahreszeiten, stellen wir fest, dass dieses Gedenken an die Toten mit dem Ende des das Leben erfüllenden und aufheiternden Sommers in Verbindung steht. Der Herbst steht nun vor der Tür und wandelt in oftmals nebligen, lautgedämpften Szenerien das einst satte Grün in modrige, faulige Verderbnis. Bevor der Winter naht, werden die Felder für die Aussaaten im Frühjahr präpariert; das Vieh kehrt in die Ställe zurück – es kehrt diese herbstbedingt Ruhe ein, und es scheint, als lege sich ein den Frost bringendes Leichentuch über Feld, Wiese und Wald und über die dazwischen eingebetteten Dörfer.

Samhain (»sam fuin« = »Sommers Ende«)

In der Nacht vom 31. Oktober auf den 01. November öffnet sich das Tor zur Toten- und Geisterwelt, dies bezogen auf den keltischen Ritus, der sich weitestgehend über die nördlich gelegenen Länder verbreitete. Unter anderem wichen die Griechen von diesem aus der keltischen Kultur entstandenen Totengedenken ab. Die Griechen begingen zwischen Februar und März das mehrtägige Anthesterien-Fest, das zu Ehren des Gottes Dionysos, in ein feucht-fröhliches Weingelage eingebettet, gefeiert wurde. In die Festlichkeiten eingebunden, wurde den Toten rituell gedacht. Doch anders als bei den Kelten stand das Fest mit dem Übergang vom Winter zum Frühling in Verbindung.

Das Ahnengedenken als karmische Reflexion betrachten

Ahnen? Welche Ahnen? Diese Frage wird zur Frage: Was gibt es zu erben? Auf Traditionen darf kein Wert gelegt werden, denn das sich Zurückerinnern – das immer ein abwägendes Reflektieren sein sollte – hindert den moloch’schen Fortschritt. Zurückerinnern bedeutet, sich bewusst zu werden, dass das gegenwärtige Leben nur eine kleine Etappe auf dem Weg durch die Sphären der Inkarnationen darstellt. Das Ziel des Lebens sollte sein, sich daran zu erinnern, wer man ist, was man ist und wohin man geht.

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Das Ahnengedenken ist Teil des spirituellen Werdens und Vergehens. Es ist ein Teil der karmischen Reisen des sich von Reise zu Reise entwickelnden Menschen. Diese Reisen des spirituellen Wesens sind notwendig, um am Ende der Reise zur schöpferisch-spirituellen Quelle zu werden.

Den meisten modernen Menschen fällt es schwer, sich dem Ahnengedenken zu nähern. Ideologisch, d. h. auf der materialistischen und der offiziell-religiösen Ebene, wurde den Menschen sukzessive das Totengedenken (fast) ausgetrieben. Auf der materialistischen Ebene wird postuliert, dass der Mensch nur einmal lebt und dieser Zeitraum mit der Anhäufung von materiellen Gütern auszufüllen ist. Auf der religiösen Ebene – wir beziehen uns hier auf das Christentum – hieß es »Ora et labora« (Lebe und arbeite), bis dich der Tod ereilt, dann wirst du »Asche zu Asche – Staub zu Staub«, fährst in den Himmel oder in die Hölle. Doch: Die Rückerinnerungsfähigkeit der Seele eines Menschen (sofern dieser, im spirituellen Sinne, als »erwacht« zu betrachten ist) lässt sich weder korrumpieren noch durch die täglich publizierten moloch’schen Weisheiten, noch durch die vom diabolischen (Geld)-Geist durchdrungenen geistigen Ergüsse der modernen Wissenschaft manipulieren!

Hinter dem Ahnengedenken, so wie wir dieses unter Einbeziehung spiritueller Aspekte verstehen, steckt mehr als die Erinnerung an vergangene Zeiten oder gar an Verstorbene, die anderen zu Lebenszeiten Schaden zufügten oder Generationen in das Verderben oder den Tod trieben.

Das Ahnengedenken ist Teil des spirituellen Werdens und Vergehens. Es ist ein Teil der karmischen Reisen des sich von Reise zu Reise entwickelnden Menschen. Diese Reisen des spirituellen Wesens sind notwendig, um am Ende der Reise zur schöpferisch-spirituellen Quelle zu werden. In diesem Kontext bleibt zu betonen, dass das Ahnengedenken sich immer nur auf die gegenwärtige Inkarnation bezieht, weshalb es mit anderen Inkarnationen nicht verknüpft werden kann. Das liegt daran, dass in den vorhergehenden Inkarnationen Aufgaben und Erkenntnisse zu bewältigen waren, die im Zusammenhang mit den Ahnen und den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen verbunden waren.

Schlussbemerkung

Zünden Sie für den verstorbenen Ahnen eine Kerze auf seinem Grab an und erinnern Sie sich an die positiven als auch an die weniger guten Momente, die Sie mit dem Verstorbenen verbrachten. Ziehen Sie (nicht am Grab) aus all den aufkommenden Gedanken die Faktoren heraus, die einer eingehenden Analyse bedürfen, also einer Einordnung auf Wertigkeit, auf Nutzen, darauf, was Grund eines Konflikts, Grund freudiger Momente etc. ausgedrückt werden sollte, um ein für die spirituelle Weiterentwicklung hervorstechendes Positivum herauszuziehen – so auch aus den gesellschaftlichen Konflikten.

Am Ende der Reflexionen bleiben Sie sich dessen bewusst, dass auch für Sie das »Memento Mori« immer näher rückt. Doch im Bewusstsein, die mit dieser Inkarnation verbundenen Aufgaben gelöst zu haben, wird Ihre Seele die nächste Inkarnation auf Erden freudig entgegensehen.

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(1): https://www.nzz.ch/panorama/halloween-ist-in-den-usa-ein-riesiges-geschaeft-ld.1518627
(2): https://etailment.de/magazin/2026-10-21-weniger-kaeufer-mehr-umsatz-halloween-legt-zu

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