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Das Rauhnacht Lichtritual

Wir erinnern uns noch vage an die Feuerrad-Rituale in den Rauhnächten der Hoch- und Mittelgebirge, also überall dort, wo es möglich war, ein in Flammen gesetztes Holzrad einen Berghang hinabrollen zu lassen. Hier und da mag noch ein solches Ritual stattfinden, das dann von vielen Zuschauern begleitet wird, denen aber der traditionelle Ritus dieses Geschehens nicht mehr, oder nur noch vage, geläufig ist.

Das Ritual bedeutet sinnbildlich, die von der Höhe heruntergeholte feurig-göttliche Energie der Sonne, die im Rhythmus der Jahreszeiten, das in die Stille des Winters getauchte Land, die Menschen und die Tierwelt wieder zum Leben erwecken soll.

Die ritualisierte Verwendung des Feuerrades wirkte zum einen zerstörerisch und zum anderen aufbauend: Das vom Berg feurig rollende Rad verbrannte bzw. reinigte symbolisch alten Grund und Boden, sodass Neues darauf wachsen und gedeihen konnte; auf der menschlichen Ebene reinigte die durch die Rotation der in den Flammen enthaltenen feurigen Energie Negatives, angestaute Emotionen und Belastungen der Seele. —

In der heutigen Zeit ist es kaum noch möglich, ein Feuerrad-Ritual durchzuführen. Die ‚Moderne‘ beschränkt be- oder verhindert dieses altbewährte und auf einer traditionellen Basis fußende Ritual. – Wir wissen wohl, für und gegen wen sie, im spirituellen Sinne, arbeiten.

Diesen Einschränkungen können wir entgegenwirken, indem wir uns eines Kerzenrituals bedienen, um die (heute verteufelte!) reinigende, heilende und schöpferische Energie der Sonne, zu unserem Wohle, in unseren spirituellen als auch materiellen Raum zu transformieren.

Der spiritueller Bezug zur Sonne

Bevor wir uns dem Licht- bzw. Kerzenritual zuwenden, schauen wir uns das Subjekt des Rituals, die Sonne, näher an und beleuchten einige Gesichtspunkte dieses seit alters her mit spirituellen Aspekten besetzten Gestirns:

Der göttliche Strahlglanz der Sonne steht direkt mit dem Edelmetall Gold in Verbindung …

Zunächst steht der Strahlenkranz der Sonne mit dem Edelmetall Gold in direkter Verbindung, sodass sich der daraus abzuleitende materielle Aspekt von selbst ergibt. Deshalb ist der gegenwärtig wichtigste Aspekt des Goldes die Repräsentation von (fast) uneingeschränkter Macht- und Reichtumsfülle, die in den Regierungs-, Privat- und kirchlichen Palästen zur Schau gestellt wird.

Das Sich-mit-Gold-Umgeben ist dennoch ein allgemeines Phänomen, denn (fast) jeder (Frauen im Besonderen), möchte sich, oftmals des spirituellen Sinns unbewusst, einen Funken vom Glanz des materialisierten Goldes in seine direkte Umgebung holen, oder als Absicherung für ökonomisch schlechte Zeiten anhäufen.
Allerdings zeigt die uns bekannte Geschichte der Menschheit, dass nichts, also auch nicht das angehäufte physische Gold, eine dauerhafte Beständigkeit besitzt. —

Sonne und Gold in Verbindung, bauten Weltreiche, was uns an den französischen Sonnenkönig Ludwig des XIV. erinnert oder an das Reich Echnatons, in dem der in einer Barke über das Himmelszelt fahrende Sonnengott RA das spirituelle ägyptische Reich lenkte. Im Fall Ludwig des XIV. (mit deutlichen Parallelen in die heutige Zeit) brachte der nach Gold, Geld und Macht lechzende Adel und Hofstaat das Reich zu Fall, im Falle Echnatons eine zu einseitige spirituelle Orientierung. Beides erinnert uns an den Absturz des Ikarus, der der Sonne – dem Gold in seiner spirituellen Existenz – in seinem auf materiellen Grundlagen fußenden Fluge zu nahe kam und abstürzen musste. —

Ikarus Sturz …

Beides erinnert uns an den Absturz des Ikarus, der der Sonne – dem Gold in seiner spirituellen Existenz – in seinem auf materiellen Grundlagen fußenden Fluge zu nahe kam und abstürzen musste.

Betrachten wir den Wert bzw. die Strahlkraft der Sonne spirituell, erkennen wir, dass die der Sonnenergetik zugeschriebenen Aspekte, wie:

  • das Freude-und-Menschlichkeit-Ausstrahlen
  • das nach-innen-und-außen-glänzen
  • Strahlkraft besitzen
  • heilende Energie übertragen
  • ein-Herz-aus-Gold-haben
  • eine freigiebige, emphatische Person sein
    usw.

in der Geschichte der Welt bzw. der zwischenmenschlichen Beziehungen, eher rare Eigenschaften darstellen. Der Besitz von echtem Gold, bzw. materieller Güter prinzipiell, wiegt mehr. —

In Form gebrachtes materialisiertes Gold, im rituellen Sinn der Sonnenverehrung angewandt, hatte seine Daseinsberechtigung, so bei den Inkas, den Azteken, den Ägyptern, den indigenen oder den nordischen Völkern. Das physische Gold, weil die göttliche Strahl- und Wirkungskraft der Sonne symbolisierend, erinnerte im Fruchtbarkeits- als auch im Totenritual an das immer wiederkehrende Sterben und Werden.

Betrachtet man im Kontext des vorgenannten Absatzes den Raub von Gold und anderen Wertgegenständen aus den Altvorderen Grabkammern und Dolmen durch Grabräuber alter Zeit, aber auch durch den modernen forschenden Menschen unserer Zeit, stellen wir einen nicht wieder gutzumachenden Frevel am rituellen Bestattungsritual der Toten fest, das ihnen ein spirituelles Wiedererwachen garantieren sollte.

Grabräuber

Grabräuber alter Zeit, aber auch Grabräubereien durch den modernen forschenden Menschen, stellen einen nicht wieder gutzumachenden Frevel am rituellen Bestattungsritual der Toten dar, weil es ein spirituelles Wiedererwachen garantieren sollte.

Die durch die Schändung der Gräber gestörte Reise der Toten in die nächste durch das Bestattungsritual definierte Inkarnation blieb und bleibt nicht ungesühnt: Der Mensch agiert, gleich ob er dies ablehnt oder verleugnet, in einem von spirituellen Gesetzmäßigkeiten beseelten Raum. —


Wenn Ihnen dieser Blog-Beitrag gefallen hat, schauen Sie sich auch den zweiten Teil des Blog-Beitrags an, in dem die Durchführung eines Lichtrituals ausführlich beschrieben wird.



Von admin

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